Gestern Abend traf die Schweizer Herren-Nationalmannschaft in der Halle Omnisports St-Léonard in Freiburg auf Grossbritannien. Gegen ein starkes britisches Team wusste die junge Schweizer Mannschaft, die mit mehreren neuen Gesichtern und einem neuen Trainerstab antrat, dass eine grosse Herausforderung auf sie wartete.
Trotz ihres engagierten Auftritts gelang es den Schweizern nicht, über die gesamte Begegnung hinweg das nötige Spielniveau aufrechtzuerhalten, um mit dem Gegner mitzuhalten. Am Ende mussten sie sich mit 75:110 geschlagen geben. Dieses Spiel markiert dennoch den Beginn eines neuen Zyklus und eines Projekts, dessen Entwicklung der Schweizer Basketball mit grossem Interesse verfolgen wird.
Ein neu formiertes Team
Zum Auftakt der zweiten Runde der FIBA EuroBasket 2029 Pre-Qualifiers leitete Swiss Basketball mit einem neu zusammengestellten Trainerstab einen neuen Zyklus ein. Thibaut Petit, der als Trainer von Fribourg Olympic zahlreiche Erfolge feiern konnte, übernahm die Leitung der Nationalmannschaft. Der belgische Coach wird von mehreren im Schweizer Basketball bestens bekannten Assistenten unterstützt: Randoald Dessarzin und Besserat Temelso sowie seinem Landsmann Niels Marnegrave.
Mehrere Spieler, die regelmässig für die Nationalmannschaft aufgeboten werden, standen für dieses internationale Fenster nicht zur Verfügung. Dadurch erhielten junge Talente und Spieler, die bisher weniger Gelegenheiten hatten, sich im Nationalteam zu zeigen, mehr Einsatzmöglichkeiten. Diese zwölf Spieler kamen in der Begegnung zum Einsatz :
• 0 Boris Mbala
• 1 Alex Schumacher
• 2 Lukas Keredzin
• 3 Yoan Granvorka
• 5 Niko Rocak
• 11 Emmanuel Kupa
• 13 Killian Martin
• 19 Noé Anabir
• 22 Kevin Martina
• 24 Achile Spadone
• 43 Yasmin Mambo
• 56 Zachary Biku
Wenige Tage nach dem Vorbereitungscamp in Bulgarien und am Vorabend der Begegnung gab der Trainerstab zudem einen Wechsel im Kapitänsamt bekannt. Noé Anabir wurde herzlich für seinen Einsatz, seine Arbeit und die menschlichen Werte gedankt, die er in dieser Rolle verkörpert hat.
Das Kapitänsamt wurde Niko Rocak übertragen. Diese Entscheidung steht für den Willen, mit einem jungen Spieler einen neuen Zyklus einzuleiten, der die Mannschaft in den kommenden Jahren und während der gesamten Amtszeit von Thibaut Petit begleiten soll.
Rückblick auf die Begegnung
Mit einem verjüngten Kader, mehreren neuen Gesichtern und einem neu formierten Trainerstab wusste die Schweiz, dass gegen Grossbritannien eine grosse Herausforderung auf sie wartete. Nach einer starken Reaktion im zweiten Viertel bekundeten die Schweizer nach der Pause zunehmend Schwierigkeiten.
1. Viertel_
Nach mehreren Ballverlusten geriet die Schweiz schnell mit 3:11 in Rückstand, reagierte jedoch durch Alex Schumacher, Boris Mbala und Yasmin Mambo. Das Team glich zum 13:13 aus und ging kurz darauf sogar mit 16:15 in Führung. Die Briten beendeten das Viertel jedoch stärker und lagen nach zehn Minuten mit 25:19 vorne.
2. Viertel
Beim Stand von 21:30 zeigten die Schweizer ihre beste Phase und legten einen 8:0-Lauf hin. Niko Rocak und Achile Spadone waren besonders aktiv und ermöglichten ihrem Team den Ausgleich zum 32:32. Grossbritannien übernahm vor der Pause jedoch wieder die Kontrolle und ging mit einer 50:38-Führung in die Kabine.
3. Viertel
Yoan Granvorka erzielte acht der dreizehn Schweizer Punkte und hielt sein Team vorübergehend bis auf zwölf Zähler am Gegner (45:57). Anschliessend ermöglichten die Ballverluste den Briten zahlreiche Punkte im Umschaltspiel. Dadurch bauten sie ihren Vorsprung bis zum Ende des Viertels auf 79:51 aus.
4. Viertel
Dank Alex Schumacher und Niko Rocak startete die Schweiz gut in den letzten Spielabschnitt und erzielte innerhalb von weniger als zwei Minuten elf Punkte. Danach fand Grossbritannien wieder zu seinem Rhythmus und setzte sich schliesslich mit 110:75 durch.
Schumacher ist bester Schweizer Topscorer
Alex Schumacher war mit 20 Punkten und 3 Assists der beste Schweizer Werfer. Hinter ihm folgten Niko Rocak und Yoan Granvorka mit jeweils 14 Punkten. Der neue Captain steuerte zudem 7 Rebounds bei und erzielte mit 20 die beste Effizienzbewertung auf Schweizer Seite. Yasmin Mambo verbuchte 8 Punkte und 6 Rebounds. Die Schweiz wurde insbesondere durch ihre zahlreichen Ballverluste und eine schwache Trefferquote bestraft.
Die vollständigen Spieldaten sind auf der offiziellen Website der FIBA verfügbar.