Fribourg Olympic hat die Hürde der Achtelfinale im FIBA Europe Cup Men nicht genommen, denn es hat gegen das bulgarische Balkan Botevgrad mit 74:90 verloren. Ein klar verdienter Sieg des Gastgeberclubs gegen ein Freiburger Team, das seinen völlig verpatzten Spielbeginn teuer bezahlt. Man kann einen Vergleich ziehen mit dem Beginn der Meisterschaft SB League, als selten eine gute Zusammenarbeit stattfand und keine konstante Leistung gegeben wurde. Die Konstanz war in der Vergangenheit das Markenzeichen der Spieler von St. Leonhard. Das Zusammenspiel der Gegner hingegen lief wie geschmiert, auch wenn man einige Individualisten sah, so wie die Differenz in den Assistsists beweist, 13 gegen 23. Den Männern von Petar Aleksic fehlte es auf beiden Seiten des Spielfelds an Aggressivität. Sie wurden in den ersten Spielminuten vom bulgarischen Team überrollt, das viel Geschick bei Weitwürfen zeigte. Lange Zeit konnten die Freiburger den serbischen Innenspieler Darko Balaban nicht kontrollieren. Er hat sie schikaniert, mit dem Rücken zum Korb, bei der Arbeit der Pick And Roll und mit seinen Pässen. Bereits 16 Punkte Rückstand in der 8. Spielminute, 15:31. Zu dem Zeitpunkt schickt Petar Aleksic Robert Zinn ins Spiel, der Auslöser für Freiburgs Wandel war. Eine gesunde Aggressivität in der Verteidigung, die den gegnerischen Spielführer daran gehindert hat, sein System aufzubauen, sowie 2 schöne Körbe haben die Freiburger geweckt. Ein Teilresultat von 10:0 hat das Spiel neu angekurbelt. 28:33 in der 14. Minute, 39:44 in der Pause. Die Bulgaren konnten den Vorsprung auf über 10 Punkte ausbauen, aber die Freiburger blieben am Ball und kamen dank 3 aufeinanderfolgender 3-Punkt-Würfe sogar bis auf 2 Punkte an ihre Gegner heran. 58:60 in der 29. Spielminute. Siyani Chambers gelang ein 3-Punkt-Wurf, der seinem Team wieder etwas Luft gab, 58:63 zu Beginn der Money-Time. Zwei Ballverluste anfangs des vierten Viertels und 7 aufeinanderfolgende Punkte der Bulgaren liessen die Differenz auf 12 Punkte ansteigen, 58:70. Einmal mehr konnten die Männer von Petar Aleksic auf 4 Punkte herankommen, bevor sie eine Chance verpAssiststen, um noch näher zu kommen, und damit war das Spiel entschieden. Tatsächlich machten die Bulgaren 6 Punkte hintereinander und hatten in der 38. Spielminute 10 Punkte Vorsprung, 72:82. Das Spiel war fertig und Fribourg Olympic unterlag am Schluss mit 74:90. Klares Bedauern bei den Freiburgern, denn sie waren nur zeitweise auf ihrem besten Niveau und beim Spielbeginn lethargisch. Trotzdem hervorzuheben sind die 14 Punkte, 3 Rbds von Kristijan Krajina und die 9 Punkte, 5 Rbds, 5 Assists von Sean Barnette. Seitens Balkan Botevgrad sind drei Spieler aufgefallen: der Spielführer Siyani Chambers, viel präsenter als seine Freiburger Kollegen, 19 Punkte, 3 Rbds, 9 Assists, der Innenspieler Darko Balaban, ein echtes Gift unter dem Korb mit 21 Punkten mit 9 von 11, und der Werfer Bozhidar Avramov, der mit seinen 3-Punkt-Erfolgen wehgetan hat, 21 Punkte, 3 Rbds, 5 Assists. 8 Punkte, 11 Rbds, 4 Assists auch für Kris Minkov in einer Rolle im Hintergrund, aber sehr wichtig. Im anderen Achtelfinale der Tabelle haben sie Russen Parma Basket Perm klar gegen die andere bulgarische Mannschaft Rilski Sportist Samokov gewonnen.
Fribourg Olympic - Balkan Botevgrad 74-90 (39-44) (18-33)(21-11)(19-19)(16-27)
Fribourg Olympic
MBALA B. (11), ARMSTEAD M. (4), BARNETTE S. (9), JACKSON M. (8), GRAVET P. (5), MORRIS D. (8), ZINN R. (6), KRAJINA K. (14), MEMISHI V. (0), COTTURE A. (9), MARTINA K. (0)
Balkan Botevgrad
CHAMBERS S. (19), MINKOV K. (8), JORDAN D. (8), AVRAMOV B. (21), AGEE T. (5), BALABAN D. (21), MARINOV S. (2), GROZEV N. (0), DIMITROV D. (6)