Die Lions aus Genf haben der Vorherrschaft von Fribourg Olympic ein Ende bereitet und sich ihren 3. SBL Cup gesichert. Die Spieler des Trainers Vedran Bosnic haben sich gegenüber SAM Massagno am Sonntag im Finalspiel in Montreux/Clarens, VD, 67:53 durchgesetzt. Bei den Damen war es keine Überraschung, dass sich Elfic Fribourg zum vierten Mal in Serie den Titel des Wettkampfs geholt hat. Der Meisterschafts-Leader und sein Präsident Imad Fattal leisten sich ihren ersten Titel seit ihrem Sieg des Schweizer Cups 2017. Ihre Gegner seien gewarnt: die Genfer Lions sind zwei Mal Schweizer Meister geworden (2013 und 2015), jedes Mal im Anschluss an ihren Sieg des SBL Cups…
Fattal "erleichtert"
"Wir sind heisshungrig auf Titel und wollen noch mehr. Wir hoffen, dass dies nur der Anfang ist," meinte der Lions-Flügelspieler Arnaud Cotture. "Aber wir haben keine Botschaft für Olympic oder irgendjemand anderen. Wir sind einfach da, um Spiele und Titel zu gewinnen," erklärte der Walliser weiter. "Letzte Saison waren wir frustriert von der Überlegenheit von Olympic. Deshalb bin ich erleichtert, denn die Lions sind ein Club, der gewinnt," unterstrich seinerseits der Präsident Imad Fattal. "Dies nimmt uns etwas Druck weg für den Rest der Saison. Aber Olympic wird sicher seine Revanche wollen nach diesem Wochenende."
Massagno bricht ein
SAM Massagno hatte überraschend den Titelverteidiger Freiburg im Halbfinal bezwungen, muss sich nun aber gedulden, um den ersten Titel in seiner Clubgeschichte holen zu können. Die Tessiner haben sich teuer verkauft, mussten aber schliesslich für ihre reduzierte Mannschaft den Preis bezahlen, denn sie konnten nur zu siebt spielen, da ihr Center Uros Slokar (ex-Toronto Raptors) wegen einer Lungenentzündung abwesend war, und hielten deshalb im dritten Viertel nicht mehr mit. Jules Aw (19 Punkte, 17 Rebounds) und seine Mitspieler haben zwischen der 22. und 29. Minute ein hartes 20:3 einkassiert und lagen 16 Punkte zurück (53:37). "Wir bedauern nichts. Für uns ist es wunderbar, überhaupt im Final zu sein," behauptete der Tessiner Small Forward Randon Grüninger. "Klar, wir waren auf 4 Punkte herangekommen," nachdem sie ihrem Gegner ein 12:0 versetzt hatten (53:49 in der 31. Minute). "Aber wir waren zu müde, um mehr erwarten zu können." Die Genfer Lions haben ihr Spiel intensiviert, vor allem die Defensivarbeit. Dank einem wertvollen Terry Smith (24 Punkte am Sonntag) konnten sie diesmal definitiv ihren Vorsprung mit einem 10:0 Teilresultat ausbauen (63:49 4'52" vor Spielende).
Elfic auf dem Weg zu einem neuen Dreifachsieg
Wie Olympic ist auch Elfic dreifacher Sieger der Saison 2017/2018 und hat in Montreux/Clarens, VD, nicht hergegeben. Die Spielerinnen von Coach Jan Callewaert, die in dieser Saison in der Schweiz ungeschlagen sind, haben Genève Elite klar dominiert (76:50). "Wir wollen erneut den Dreifachsieg dieses Jahr. Alles andere wäre eine Enttäuschung," sagte die Freiburger Flügelspielerin Marielle Giroud, die am Sonntag 18 Punkte, 15 Rebounds und 6 Assists erspielt hat. Genève Elite hat guten Widerstand geleistet. Mit 14 Punkten Rückstand in der Halbzeit (38:24), haben die Schützlinge von Trainer Romain Petit die Hoffnung aufrechterhalten und auf 5 Punkte Differenz verkürzt (38:33 in der 23. Minute). Aber Elfic konnte problemlos den Vorsprung wieder ausbauen und beendete das dritte Viertel mit einem Teilresultat von 17:1 Punkten. "Wir haben uns keine Sorgen gemacht, obwohl Genève auf 5 Punkte herangekommen ist, denn wir haben schlecht gespielt. Anschliessend haben wir die Defensive enger gemacht," meinte Marielle Giroud, deren Mannschaft nach 30 Spielminuten 25 Punkte Vorsprung hatte (62:37).
ATS - Gilles Mauron