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Swiss Basketball Communauté 08.06.2024

Untersuchungen zu Verdachtsmomenten der Ungleichbehandlung, des Missbrauchs und der ethischen Verfehlungen bei Swiss Basketball

Freiburg, Schweiz – Die Stiftung Swiss Sport Integrity kündigte im Januar 2024 die Einstellung der Untersuchung gegen Herrn Fabrizio Pizio, Schiedsrichter-Obmann von Swiss Basketball, wegen Verdachts auf Ungleichbehandlung im Sinne von Art. 2.1.1 der Statuten von Swiss Olympic in Bezug auf Ethik im Schweizer Sport an.

Die Untersuchung, die auf mehrere Meldungen zwischen Januar und Dezember 2023 folgte, wurde gründlich durchgeführt und umfasste zahlreiche Anhörungen sowie eine detaillierte Überprüfung der Prozesse und Entscheidungen zur Schiedsrichterernennung innerhalb von Swiss Basketball.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass obwohl bestimmte Regeln möglicherweise ungleichmäßig angewendet wurden, was bei einigen Schiedsrichtern zu einem Gefühl der Ungleichbehandlung führte, diese Gefühle hauptsächlich auf die Umstellung und Anpassung der Richtlinien durch die neu organisierte Schiedsrichterabteilung zurückzuführen sind.

SSI kam daher zu dem Schluss, dass keine Diskriminierung seitens der Schiedsrichterabteilung und insbesondere von Herrn Fabrizio Pizio gegenüber den Schiedsrichtern, die Kritik geäußert hatten, vorlag.


Parallel dazu führte SSI eine umfassende Untersuchung zu Swiss Basketball nach mehreren Meldungen zwischen Januar und November 2023 durch, die Missbrauch und ethische Verfehlungen innerhalb des Verbandes anprangerten. In ihrem Bericht vom April 2024 entlastete SSI Swiss Basketball von den Vorwürfen einer toxischen internen Kultur und eines angeblich von der Verbandsleitung etablierten „Gesetzes des Schweigens“. SSI stellte jedoch fest, dass es Sache des Verbandes sei, die Differenzen mit einigen Mitgliedern zu entschärfen und dass die Kommunikation des Verbandes manchmal von diesen als angespannt oder einschüchternd empfunden wurde, was jedoch keinen Verstoß gegen die Statuten darstellt.

Die Untersuchung zeigte ferner, dass der Ethik-Beirat die ihm vorgelegten Fälle in Übereinstimmung mit den Statuten behandelt hatte. SSI bemerkte jedoch ein Formulierungsproblem in Artikel 19 der Organisationsrichtlinien von Swiss Basketball über den Ethik-Beirat, das so verstanden werden konnte, dass die Mitglieder von Swiss Basketball den Ethik-Beirat informieren müssen, bevor sie sich bei Verdacht auf Missbrauch oder ethische Verfehlungen an die SSI wenden. Daher forderten SSI und Swiss Olympic Swiss Basketball auf, die betreffende Bestimmung neu zu formulieren, den Ethik-Beirat abzuschaffen und stattdessen einen Ethik-Beauftragten zu ernennen.


Swiss Basketball: Swiss Basketball ist der nationale Verband, der für die Förderung und Entwicklung des Basketballs in der Schweiz verantwortlich ist. Seit 1932 ist er Mitglied der FIBA und hat vor der Gründung von Swiss Sport Integrity einen Ethik-Beirat ins Leben gerufen, um Missbrauch im Schweizer Basketball vorzubeugen und zu bekämpfen. Im Jahr 2022 hat er die Ethik-Statuten von Swiss Olympic übernommen. Auf Empfehlung des Verwaltungsrats beschloss die Generalversammlung in ihrer Sitzung vom 8. Juni 2024 die Abschaffung des Ethik-Beirats und dessen Ersatz durch einen Ethik-Beauftragten innerhalb des Verbandes, der in Kürze benannt wird.


Swiss Sport Integrity: Swiss Sport Integrity ist eine unabhängige Stiftung, die sich der Förderung der Ethik im Schweizer Sport widmet. Sie ist für die Untersuchung von ethischen Verstößen und Missbrauch im Schweizer Sport verantwortlich.

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