Die Spielerinnen von François Gomez unterlagen am Mittwochabend in Freiburg in diesem Gruppenspiel der FIBA Women’s EuroBasket 2027 Qualifiers mit 77:58 gegen Grossbritannien. Die Britinnen führten während 38 Minuten und dominierten deutlich beim Rebound (48:23) sowie im Spiel unter dem Korb und bei den Punkten in der Zone (48:22). Die Schweizerinnen wurden zudem von ihrer Dreipunktequote im Stich gelassen (2/16) und bestreiten in dieser Qualifikationsphase noch zwei Spiele, um auf einen Platz unter den besten Gruppendritten hoffen zu können.
„Wir haben an unsere Chancen geglaubt, aber im vierten Viertel hatten wir eine Schwächephase, die uns auf -20 Punkte zurückwarf, nachdem wir nur noch mit -9 im Rückstand waren“, erklärte Nationaltrainer François Gomez und hob damit den Schlüsselmoment des Spiels hervor. Die Schweizerinnen hatten sich im dritten Viertel sogar bis auf fünf Punkte an Grossbritannien herangekämpft. Doch die 18 Punkte der Kapitänin Evita Herminjard (MVP) oder die ersten Punkte im Nationalteam der erst 16-jährigen Evi Bartel, die einen wunderschönen Dreipunktewurf versenkte, reichten nicht aus. „Wir machen Fehler, die mit unserer Unerfahrenheit und unserer Jugend zusammenhängen. Dieses Team bringt junge Spielerinnen hervor – ich denke besonders an Evi, die einen Dreier trifft und damit, glaube ich, eine grosse Karriere eingeläutet hat“, ergänzt François Gomez. Auf britischer Seite wogen die 21 Punkte der ehemaligen WNBA-Spielerin Kristine Anigwe schwer.
Trotz der Niederlage erklärt der Schweizer Trainer: „Ich bin nicht enttäuscht. Wir haben wieder den Teamgeist gefunden, den wir im November verloren hatten. Uns fehlt allerdings noch das nötige Niveau, um mit Grossbritannien mitzuhalten.“ Die Schweiz, die in dieser Qualifikationsgruppe bislang nur einen Sieg aus vier Spielen vorweisen kann, bestreitet noch zwei Partien: am 14. und 17. März in Norwegen und Österreich. Die Auswahl kann weiterhin hoffen, sich als eine der besten Gruppendritten zu qualifizieren. „Es wird mehr als ein Wunder brauchen. Aber wir werden weiter für den Schweizer Basketball, seine Zukunft und seine Jugend arbeiten“, versichert François Gomez.