Nyon Basket Féminin hat eine hochintensive Serie mit einem 89:82 Sieg gegen Elfic Fribourg im dritten Spiel im Rocher abgeschlossen. Ein verdienter Titel, eine Rivalität mit grossem Zukunftspotenzial.
Das Centre sportif du Rocher in Nyon erlebte gestern Abend den Schlusspunkt einer Finalserie, die den grössten Begegnungen des Schweizer Frauenbasketballs würdig war.
Mit zwei Siegen Vorsprung in der Serie befand sich Nyon Basket Féminin in einer starken Ausgangslage und hatte die Möglichkeit, die Serie gegen ein mit dem Rücken zur Wand stehendes Elfic Fribourg zu entscheiden, das fest entschlossen war, sich nicht geschlagen zu geben.
Ein schwieriger Kontext für die Fribourgerinnen
Die Vorbereitung auf dieses dritte Spiel wurde auf Seiten von Fribourg durch einen schweren Rückschlag geprägt. Die verletzungsbedingten Ausfälle von Koi Love und Unique Drake, beide im zweiten Spiel in St Léonard verletzt, zwangen den Staff von Elfic, seine Pläne kurzfristig neu auszurichten. Die Reaktion des Klubs erfolgte umgehend mit der Integration von Alice Recanati, die vom deutschen Verein Herner TC verpflichtet wurde. Eine starke Entscheidung, die den Kampfgeist eines Teams unterstreicht, das nicht aufgibt.
Ein Spiel auf höchstem Niveau
Auf dem Parkett boten beide Teams genau das, was sich die Fans des Frauenbasketballs erhofft hatten. Ein intensives und bis zum Schluss ausgeglichenes Duell, in dem jeder Ballbesitz entscheidend war. Keiner Mannschaft gelang es, sich entscheidend abzusetzen und letztlich war es die mannschaftliche Geschlossenheit von Nyon, die in den entscheidenden Momenten den Unterschied machte.
Statistisch gesehen stand das Spitzenduell im Zeichen zweier herausragender Individualleistungen. Die amerikanische Spielmacherin von Elfic, Nia Clouden, zeigte eine herausragende Offensivleistung mit 37 Punkten. Sie wurde unterstützt von einer bei ihrem ersten Einsatz in der Serie überzeugenden Alice Recanati mit 18 Punkten sowie von Julija Matic, die in ihrem letzten Spiel auf Schweizer Boden vor ihrem Wechsel an die University of Arkansas und in die NCAA 17 Punkte über die gesamte Partie erzielte und sich damit würdig verabschiedete.
Auf der Gegenseite antwortete Frida Formann ebenfalls mit 37 Punkten. Über die gesamte Serie hinweg dominierte die Nyon Spielerin mit durchschnittlich 27 Punkten bei nahezu 57 Prozent eFG, Zahlen, die ihr folgerichtig den Titel der MVP der Finals einbrachten. Miriam Uro Nilie und Keira Robinson bestätigten ihrerseits ihre Bedeutung auf beiden Seiten des Spielfelds und lieferten jene mannschaftliche Stabilität, die das Projekt aus Nyon auszeichnet.
Nyon bestätigt seinen Status als Referenz
Endstand 89:82 für Nyon Basket Féminin, das sich damit den zweiten Schweizer Meistertitel in Folge sichert. Ein Erfolg, der die Kohärenz und den Anspruch des sportlichen Projekts des Léman Clubs bestätigt, getragen auf dem Feld von Kapitänin Laure Margot, die für die Stabilität des Teams steht, sowie von einer Indira Vilolo Dos Santos in konstanter Entwicklung.
Auf Seiten von Elfic darf die Enttäuschung dieses Abends nicht eine insgesamt sehr erfolgreiche Saison überdecken. Die Fribourgerinnen gewannen das Final Four des SBL Cup sowie das Finale des Patrick Baumann Swiss Cup. Eine eindrückliche Bilanz, die ihren Status als feste Grösse im Schweizer Frauenbasketball bestätigt.
Ein Schaufenster für eine ganze Sportart
Über das Ergebnis hinaus verdient auch das durch dieses Finale vermittelte Bild besondere Beachtung. Live auf RTS 2 übertragen bot dieses dritte Spiel dem Schweizer Frauenbasketball eine seltene und wertvolle Bühne. Das Spielniveau, die Intensität des Wettbewerbs und die individuellen Leistungen haben einmal mehr gezeigt, dass die SBL Women mittlerweile einen festen Platz in der nationalen Sportlandschaft einnimmt.
Die Rivalität zwischen Nyon und Fribourg steht erst am Anfang. Fortsetzung folgt in der nächsten Saison.