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Development SB League 13.05.2026

Rücktritt : Randoald Dessarzin coachte seine letzten Spiele mit den Pully Lausanne Foxes

Der Schweizer Basketball schlägt ein bedeutendes Kapitel seiner Geschichte auf. Nach mehr als drei Jahrzehnten an der Seitenlinie hat Randoald Dessarzin offiziell die letzten Spiele seiner Trainerkarriere als Head Coach der Pully Lausanne Foxes geleitet.

Mit 61 Jahren hinterlässt der Trainer aus dem Jura eine aussergewöhnliche Laufbahn, geprägt von erfolgreich gemeisterten Herausforderungen in allen Teilen des Landes, internationalen Erfahrungen sowie einer Erfolgsbilanz, die ihn zu einer der prägendsten Persönlichkeiten des Schweizer Basketballs macht.


BC Boncourt (1993–2007)

Beim BC Boncourt, im Herzen seiner Heimatregion, begann die Geschichte von Randoald Dessarzin. Damals noch Trainer in der regionalen 2. Liga, startete er mit dem Jurassier Club einen ebenso rasanten wie beeindruckenden Aufstieg.

1994 stieg Boncourt in die 1. Liga auf. Drei Jahre später erreichte der Club die Nationalliga B und schaffte 1998 den Sprung in die höchste Schweizer Spielklasse. Unter der Leitung von Randoald Dessarzin etablierte sich BC Boncourt nach und nach als eine der grossen Referenzen des Schweizer Basketballs.

Diese Ära bleibt insbesondere durch zwei Schweizer Meistertitel in den Jahren 2003 und 2004, den Gewinn des Schweizer Cups 2005 sowie zwei Ligacup-Titel in den Jahren 2005 und 2006 in Erinnerung.

Parallel dazu stiess der Jurassier Trainer 2003 als Assistent zur Schweizer Herren-Nationalmannschaft.


JDA Dijon (2007–2010)

Nach fast fünfzehn Spielzeiten in seinem Heimatkanton entschied sich Randoald für eine neue Herausforderung und wechselte zu JDA Dijon. Dort entdeckte der Schweizer Coach die französische Pro A, eine Liga, die für ihre Intensität und hohe Wettbewerbsfähigkeit bekannt ist – ein wichtiger Schritt in seiner Karriere.


Herren-Nationalmannschaft der Elfenbeinküste (2009–2011)

Parallel zu seiner Zeit in Frankreich übernahm der in Porrentruy geborene Trainer die Herren-Nationalmannschaft der Elfenbeinküste. Dieses internationale Abenteuer ermöglichte ihm, ein neues Umfeld kennenzulernen und die ivorische Auswahl bei grossen kontinentalen und weltweiten Wettbewerben zu vertreten. 2009 erreichte die Elfenbeinküste das Finale der Afrikameisterschaft, bevor sie 2010 an der Weltmeisterschaft teilnahm.


Lugano Tigers (2011–2013)

Nach seiner Rückkehr in die Schweiz im Jahr 2011 übernahm Randoald Dessarzin die Leitung der Lugano Tigers und lernte eine weitere Basketballregion der Schweiz kennen.

Seine Zeit im Tessin war von einer historischen Saison geprägt. 2012 gelang Lugano das Triple mit dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft, des Schweizer Cups und des Ligacups.

Dank dieses Erfolgs wurde Randoald Dessarzin zum ersten Trainer, der alle drei nationalen Titel mit zwei verschiedenen Clubs gewann – eine Leistung, die seinen Platz unter den bedeutendsten Trainern des Schweizer Basketballs weiter festigte.

BBC Lausanne (2013–2017)

Nach seiner Zeit im Tessin kehrte Randoald Dessarzin in die Westschweiz zurück und schloss sich BBC Lausanne an, damals Mitglied der Nationalliga B.

Unter seiner Leitung gewann der Lausanner Club zwei Meistertitel in der Nationalliga B – 2014 und 2016. Der zweite Titel ermöglichte BBC Lausanne zudem die Rückkehr in die Nationalliga A.


Pully Lausanne Foxes (2017–2026)

2017 schlossen sich BBC Lausanne und Pully Basket zusammen und gründeten die Pully Lausanne Foxes. Randoald Dessarzin übernahm folgerichtig die Leitung dieser neuen Organisation und führte den Club bis zum Ende der Saison 2025–2026 auf höchstem Schweizer Niveau.

In seiner letzten Saison an der Seitenlinie zeigten die Foxes einen starken Verlauf und erreichten die Halbfinals der Playoffs, wo sie dem souveränen Leader Fribourg Olympic unterlagen.

Eine erfolgreiche letzte Saison, die es Randoald Dessarzin ermöglicht, seine Trainerkarriere mit einer positiven Note abzuschliessen – ganz im Sinne eines Weges, der von Leidenschaft, Anspruch und Beständigkeit geprägt war.

Beim Abschied vom Parkett hinterlässt er tiefe Spuren im Schweizer Basketball. Durch seine Arbeit, seine Langlebigkeit und die zahlreichen Erfolge über Jahrzehnte hinweg wird er als einer der symbolträchtigsten Trainer seiner Generation in Erinnerung bleiben.


Das Schlusswort

Swiss Basketball möchte Randoald seinen aufrichtigsten Dank für sein aussergewöhnliches Engagement im Dienste des Schweizer Basketballs aussprechen. Mit seiner Arbeit, seiner Leidenschaft und seinem ständigen Willen, unseren Sport weiterzuentwickeln, hinterlässt er ein nachhaltiges Vermächtnis, das kommende Generationen noch lange inspirieren wird.

Wir wünschen ihm einen schönen und erfüllten sportlichen Ruhestand – mit der Anerkennung und dem Respekt der gesamten Schweizer Basketballfamilie. Und sollte ihn sein Weg in Zukunft auf die eine oder andere Weise erneut an die Seitenlinie führen, um seine Erfahrung weiterzugeben und den Nachwuchs zu begleiten, wird es stets eine Freude sein, weiterhin auf seine Präsenz und seinen wertvollen Blick zählen zu dürfen.

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