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National teams 03.07.2026

Schweiz vs. Serbien: Rückblick auf ein grossartiges Spiel

Gestern Abend war die BCF Arena in Freiburg Schauplatz eines hochklassigen Duells zwischen der Schweizer Nationalmannschaft und Serbien im Rahmen der FIBA World Cup European Qualifiers. Mehr als 8'000 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten in der ausverkauften Arena während der gesamten Begegnung für eine aussergewöhnliche Atmosphäre.

Die serbische Community, die zahlreich nach Freiburg gereist war, stellte den Grossteil der Fans auf den Rängen und trug wesentlich zur besonderen Stimmung der Partie bei. Doch auch die Schweizer Anhänger unterstützten ihr Team lautstark im Duell mit einer der besten Basketballnationen der Welt.


Spielverlauf

Die Schweiz erwischte einen perfekten Start in die Partie. Selim Fofana erzielte die ersten Punkte des Spiels und setzte damit den ersten Akzent. In den Anfangsminuten lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, ehe sich Serbien erstmals etwas absetzen konnte. Die Schweizer blieben jedoch in Schlagdistanz und beendeten das erste Viertel mit lediglich drei Punkten Rückstand (27:30).

Zu Beginn des zweiten Viertels übernahmen die Gäste nach und nach die Kontrolle über das Spiel. Dennoch bewiesen die Schützlinge von Ilias Papatheodorou grossen Kampfgeist und hielten dank ihres geschlossenen Mannschaftsspiels und ihrer Erfahrung dagegen. Zur Halbzeit betrug der Rückstand lediglich fünf Punkte (44:49), sodass weiterhin alles möglich schien.

Nach der Pause kehrte die Schweiz mit viel Intensität aufs Parkett zurück. Niko Rocak erzielte unter anderem sechs Punkte in Folge und hielt sein Team damit im Spiel. Serbien fand jedoch jedes Mal die passende Antwort, profitierte von seiner grossen Kadertiefe und baute den Vorsprung nach und nach auf rund zehn Punkte aus. Das dritte Viertel endete mit 57:66.

Die Schweizer gaben sich bis zum Schluss nicht geschlagen. Alexander Schumacher, Yoan Granvorka und Selim Fofana sorgten offensiv immer wieder für Hoffnung auf eine Wende. Am Ende machten jedoch die Erfahrung und die individuelle Klasse der Serben den Unterschied. Nikola Tanasković erzielte allein im Schlussviertel wichtige elf Punkte und sicherte seinem Team den Sieg. Die Schweiz musste sich schliesslich mit 73:97 geschlagen geben, nachdem sie eine starke Leistung gezeigt hatte.


Die Schweiz auf Augenhöhe

Trotz der Niederlage zeigte die Schweiz eine Leistung auf hohem Niveau und überzeugte während der gesamten 40 Minuten mit einer vorbildlichen Einstellung. In der Pressekonferenz lobte auch der serbische Nationaltrainer die Vorstellung der Schweizer und hob insbesondere ihre kämpferische Mentalität sowie die Qualität ihres Spiels gegen sein Team hervor.

Ohne ihre beiden NBA-Spieler musste die Schweizer Auswahl mit einem geschwächten Kader gegen eine wahre Basketballmacht antreten. Dennoch wussten mehrere Spieler zu überzeugen. Alexander Schumacher war mit 19 Punkten Topscorer der Schweiz, während Selim Fofana 15 Punkte beisteuerte. Insgesamt präsentierte sich das gesamte Team in starker Verfassung, setzte die Serben immer wieder unter Druck und konnte in zahlreichen Bereichen des Spiels auf Augenhöhe mithalten.


Die serbische Basketballmacht

Natürlich richteten sich alle Blicke auf Nikola Jokić. Der dreifache NBA-MVP gilt heute als einer der besten Basketballspieler der Welt – dank seines aussergewöhnlichen Spielverständnisses und seiner Fähigkeit, ein Spiel in sämtlichen Bereichen zu beeinflussen.

Vom serbischen Publikum in Freiburg lautstark gefeiert, wurde er den Erwartungen einmal mehr gerecht. Mit 22 Punkten, 14 Rebounds und 7 Assists war er der beste Spieler seines Teams und trug entscheidend zum Erfolg Serbiens bei.

Auch Nikola Jović von den Miami Heat überzeugte mit 22 Punkten und 5 Assists und unterstrich einmal mehr die enorme Qualität des serbischen Kaders.


Nächste Station: Türkei

Für die Schweizer Nationalmannschaft bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Bereits am Freitag reiste das Team nach Istanbul, wo am Montag die nächste grosse Herausforderung gegen die Türkei wartet.

Während die Schweiz gegen Serbien spielte, setzte sich die Türkei auswärts gegen Bosnien und Herzegowina mit 82:75 durch. Damit wartet bereits der nächste Gegner von Weltklasse auf die Schweizer.

Die Türkei kann dabei insbesondere auf Alperen Şengün zählen. Der 23-jährige Center der Houston Rockets erzielte in dieser Partie 14 Punkte und blickt auf eine hervorragende NBA-Saison mit durchschnittlich mehr als 20 Punkten, knapp 9 Rebounds und 6 Assists pro Spiel zurück.

Obwohl die Schweiz keine Chance mehr auf die Qualifikation für die FIBA Basketball World Cup 2027 hat, will sie die guten Ansätze aus dem Spiel gegen Serbien bestätigen und auch gegen eine weitere europäische Topnation eine starke Leistung zeigen.

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